Das Sinfonieorchester der Universität Hohenheim wurde im Sommersemester 1986 gegründet und feiert in diesem Semester sein 40jähriges Bestehen. In dieser Zeit ist es zu einer festen Größe im kulturellen Leben Stuttgarts geworden. Neben Studierenden, Doktorandinnen und Mitarbeiterinnen musizieren auch Ehemalige und Freund*innen der Universität im Orchester.

Über mehr als drei Jahrzehnte hinweg – bis zu seinem Tod im Mai 2026 – wurde das Ensemble von Klaus Breuninger geleitet. Auf dem Programm stehen Sinfonien, Solokonzerte und Oratorien ebenso wie Filmmusik, Rock, Pop und Musical.
In jedem Semester erarbeitet das Orchester ein neues Konzertprogramm, das traditionell in zwei Aufführungen präsentiert wird. So sind im Laufe der Jahre weit über hundert Konzerte entstanden.
Ein besonderes Beispiel war das Programm im Jahr 2020, das zu den wenigen Beethoven‑Konzerten gehörte, die im Jubiläumsjahr des Komponisten noch vor dem Ausbruch der Pandemie stattfinden konnten. Ein weiteres Highlight bildete das „Frauenpower‑Programm“, in dem die Werke dreier Komponistinnen des 19. Jahrhunderts im Mittelpunkt standen – begleitet von unterhaltsamen Anekdoten und Zitaten, die Schauspieler Walter Sittler vortrug und die eindrucksvoll zeigten, welchem Gegenwind Emilie Mayer, Fanny Hensel und Ethel Smyth in ihrer Zeit ausgesetzt waren.
Doch das Orchester begeisterte nicht nur mit historischen Einblicken, sondern auch mit fantasievollen musikalischen Reisen: So führte es das Publikum etwa „in 80 Takten um die Welt“ oder ließ mit der Musik von Edvard Grieg die Nordlichter Skandinaviens in den Stuttgarter Konzertsälen aufleuchten. Musikalische Bilder und thematische Bögen prägen grundsätzlich unsere Programme.
Drei Konzerte mit Werken von Karl Jenkins – „One World“, „Stabat Mater“ und „The Armed Man „– verbanden Themen wie Menschlichkeit, Leid, kulturelle Vielfalt und die Hoffnung auf Frieden zu einer eindringlichen, zeitübergreifenden Botschaft. Im vergangenen Sommer spannten Antonín Dvořáks Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ und Florence Prices „Ethiopia’s Shadow in America“ einen musikalischen Bogen, der Sehnsucht, kulturelle Begegnung und die komplexe Geschichte afroamerikanischer Identität zwischen Hoffnung, Entwurzelung und Aufbruch eindrucksvoll miteinander verknüpfte.
Zuletzt widmete sich unser Winterkonzert einem selten zu hörenden Programm: der „Irish Symphony“ und der „Messe in G‑Dur“ von Sir Charles Villiers Stanford, die das Publikum in die farbenreiche Klangwelt der britischen Spätromantik führten.
Neue Mitspieler sind jederzeit willkommen! Informationen hierzu und Kontaktdaten finden Sie unter www.sinfonieorchester.de
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