Englische Klangwelten –
Charles Villiers Stanford neu entdeckt
Mit festlicher Energie und britischem Esprit verabschiedet das Sinfonieorchester der Universität Hohenheim gemeinsam mit dem Solitude Chor das Wintersemester. Auf dem Programm stehen zwei selten zu hörende Werke des englischen Komponisten Charles Villiers Stanford: seine 3. Sinfonie in f-Moll („Irish Symphony“) und die Messe in G-Dur.
Stanford – ein Zeitgenosse von Elgar und Lehrer von Vaughan Williams – galt als musikalischer Gentleman mit irischem Temperament. Seine Werke verbinden akademische Präzision mit lebendiger Melodik und einem feinen Sinn für Humor. In seiner 3. Sinfonie etwa hört man nicht nur Anklänge an irische Volksweisen, sondern auch subtile rhythmische Überraschungen, die ihm den Ruf eines „britischen Brahms“ einbrachten.
Die Messe in G-Dur zeigt Stanford von seiner lyrischen Seite: feierlich, aber nicht schwer, geistlich, aber voller menschlicher Wärme – Musik, die zwischen Kathedrale und Konzertsaal schwebt.
Ein Konzert voller Entdeckungen, festlicher Klänge und musikalischer Geschichten aus der Feder eines zu Unrecht selten gespielten Meisters.