
Am 9. Mai 2026 ist unser langjähriger Dirigent Klaus Breuninger nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Mit ihm verlieren wir eine Persönlichkeit, die das Sinfonieorchester der Universität Hohenheim über mehr als drei Jahrzehnte geprägt hat – musikalisch, menschlich und kulturell.
Klaus Breuninger übernahm im Sommersemester 1994 die Leitung des Sinfonieorchesters. Seitdem gestaltete er weit über hundert Konzerte mit uns, die das musikalische Leben der Universität und der Region nachhaltig bereicherten. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Orchester zu einem Klangkörper, der künstlerische Neugier, stilistische Offenheit und menschliche Wärme miteinander verband.
Klaus war ein Dirigent, der Musik nie als Selbstzweck verstand. Ihm ging es darum, Botschaften zu vermitteln, Horizonte zu öffnen und mit sorgfältig ausgewählten Werken Zeichen für Toleranz, Menschlichkeit und gesellschaftliche Verantwortung zu setzen. Er scheute sich nicht, unbekannte oder ungewöhnliche Kompositionen aufs Programm zu setzen – im Gegenteil: Er liebte es, musikalische Wege zu gehen, die überraschten, herausforderten und berührten.
Wer mit ihm arbeitete, erlebte einen Menschen, der Professionalität mit echter Freundschaft verband. Klaus schuf eine vertrauensvolle, offene Probenatmosphäre, in der man sich wohlfühlte und gerne musizierte. Er arbeitete präzise, aber immer mit Herz. Er führte mit Geduld und Respekt, blieb auch in stressigen Momenten ruhig und zugewandt. Seine Neugier, Weltoffenheit und sein Humor machten jede Probe zu einem Ort der Begegnung.
Viele von uns haben in ihm nicht nur einen Dirigenten, sondern einen guten Freund gefunden. Er brachte Menschen durch Musik zusammen, war interessiert an anderen, strahlte Zuversicht und Menschlichkeit aus. Sein Verlust trifft uns tief.
Unsere Anteilnahme gilt seinem Lebenspartner sowie allen Angehörigen und engen Freunden.
Wir werden Klaus als Musiker, Kollegen und Freund in dankbarer Erinnerung behalten. Sein Wirken wird in unserem Orchester weiterklingen.